Rentenpunkte kaufen oder ETF?
Du kannst freiwillig in die gesetzliche Rente einzahlen und dir damit zusätzliche Rentenpunkte kaufen. Aber lohnt sich das im Vergleich zu einem ETF mit demselben Geld? Hier der ehrliche Vergleich, mit Break-even und zwei Beispielen. Ohne Fachchinesisch.
Wie es funktioniert
Normalerweise sammelst du Rentenpunkte über deine Arbeit. Du kannst aber auch freiwillig extra einzahlen, über freiwillige Beiträge oder eine Ausgleichszahlung, meist ab 50 möglich. Jeder gekaufte Punkt erhöht deine spätere Rente, lebenslang und mit der jährlichen Rentenanpassung.
Der Clou: Diese Einzahlung ist steuerlich absetzbar. Du setzt also den Brutto-Betrag ein, es kostet dich aber nur netto. Genau deshalb ist der faire Vergleich: derselbe Netto-Einsatz einmal in Punkte und einmal in einen ETF.
Lena und Thomas vergleichen
Beide zahlen einmalig etwas ein. Nach dem Steuervorteil bleibt bei Lena ein Netto-Einsatz von rund 10.800 €, bei Thomas rund 15.100 €. Wir stellen gegenüber, was dieselbe Summe als gekaufte Rentenpunkte und als ETF bringt. Alles mit den Formeln der App, im realistischen Szenario und in heutiger Kaufkraft.
Lena, 30
Lena hat 37 Jahre Zeit. Über so lange Sicht schlägt der ETF die Punkte deutlich (234 gegen 42 €). Break-even: die Punkte holen ihn im realistischen Szenario nicht mehr ein.
Thomas, 50
Bei Thomas ist der Abstand kleiner (133 gegen 60 €), weil er weniger Zeit hat. Aber auch hier bringt der ETF im realistischen Szenario mehr.
Warum kauft man dann überhaupt Punkte?
Weil der ETF nur auf dem Papier gewinnt, und nur im guten Fall. Rentenpunkte zahlen dir eine Rente, die lebenslang läuft und garantiert ist, egal wie alt du wirst und egal was die Börse macht. Der ETF dagegen ist ein Topf, der bis zur angenommenen Lebenserwartung reicht (in den Beispielen 87 Jahre, in der App einstellbar), und der in einem schlechten Jahrzehnt auch mal deutlich weniger bringt.
Genau das macht der Break-even in der App sichtbar: Im realistischen und im guten Szenario liegt der ETF vorn. In den pessimistischen Szenarien kippt es, weil die Garantie der Punkte dann Gold wert ist. Rentenpunkte kaufst du also nicht für die maximale Rendite, sondern für Sicherheit und ein langes Leben.
Realistisches Szenario (ETF-Rendite), Steuervorteil und Werte mit den Formeln der App. Beispiele zur Veranschaulichung, keine Prognose und keine Beratung.
Selbst vergleichen
In der App kannst du deinen eigenen Betrag eintragen und Punkte gegen ETF stellen, inklusive Break-even und in allen Szenarien vom pessimistischen bis zum optimistischen. So siehst du, ab wann sich die Garantie für dich lohnt. Alles lokal, ohne Anmeldung, ohne Tracking.
Wie genau gerechnet wird, steht offen auf der Methodik-Seite.
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