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Private Rentenversicherung: lohnt sie sich?

Eine private Rentenversicherung ist eine der klassischen Arten, die Rentenlücke zu schließen. Hier erkläre ich dir in Ruhe, wie sie funktioniert, wo ihre Stärken und ihre Haken liegen, und wie viel sie bei zwei ganz unterschiedlichen Menschen tatsächlich bringt. Ohne Fachchinesisch.

Wie sie funktioniert

Die Idee ist einfach: Du zahlst über viele Jahre einen festen Betrag im Monat ein. Ab Rentenbeginn zahlt dir die Versicherung dafür eine lebenslange Monatsrente, egal wie alt du wirst. Wie hoch diese Rente ist, hängt von zwei Dingen ab: wie viel Kapital bis dahin zusammengekommen ist, und vom sogenannten Rentenfaktor, der aus dem Kapital eine monatliche Rente macht.

Steuerlich ist die private Rente günstig behandelt: Im Alter wird nur der Ertragsanteil versteuert, also ein kleiner, altersabhängiger Teil der Rente, nicht die volle Auszahlung.

Stärken und Haken

Kein Produkt ist für alle richtig, deshalb ganz offen beide Seiten:

  • Planbar und lebenslang: du weißt, dass jeden Monat etwas kommt, bis zum Schluss. Das nimmt die Angst, dass dir das Geld irgendwann ausgeht.
  • Weniger flexibel: das Geld ist gebunden. An das angesparte Kapital kommst du nicht so einfach heran wie bei einem Depot.
  • Kosten sind entscheidend: Abschluss- und Verwaltungskosten können die Rendite spürbar drücken. Hier lohnt sich der genaue Blick, bevor man unterschreibt.
  • Der Rentenfaktor zählt: er entscheidet, wie viel Rente du am Ende pro angespartem Kapital bekommst, und er ist nicht bei jedem Anbieter gleich.

Lena und Thomas, wie viel bringt es?

Erinnerst du dich an die beiden vom ersten Teil? Lena (30, große Stadt) hatte eine Lücke von rund 1.334 € im Monat, Thomas (50, kleines Dorf) rund 572 €. Schauen wir, was eine private Rentenversicherung daraus macht. Alle Zahlen sind mit denselben Formeln gerechnet wie die App, im realistischen Szenario und in heutiger Kaufkraft.

Lena zahlt 150 € im Monat ein

Noch 37 Jahre bis zur Rente. Genau hier zeigt sich der Zinseszins: Viel Zeit macht aus einem kleinen Beitrag eine ordentliche Rente.

pro Monat, heutiger Wert Bedarf 2.232 € 898 € 410 € 924 € Gesetzliche Rente Private Rente Restlücke

Aus 150 € im Monat werden rund 410 € zusätzliche Netto-Rente. Ihre Lücke schrumpft von 1.334 € auf etwa 924 €.

Thomas zahlt 300 € im Monat ein

Nur noch 17 Jahre bis zur Rente. Er zahlt doppelt so viel wie Lena, hat aber viel weniger Zeit, in der das Geld arbeiten kann.

pro Monat, heutiger Wert Bedarf 1.646 € 1.074 € 236 € 336 € Gesetzliche Rente Private Rente Restlücke

Aus 300 € im Monat werden rund 236 € zusätzliche Netto-Rente. Seine Lücke schrumpft von 572 € auf etwa 336 €.

Das ist die wichtigste Lehre aus den beiden: Lena zahlt nur die Hälfte von Thomas und bekommt trotzdem mehr heraus, einfach weil sie viel früher anfängt. Zeit ist bei der Vorsorge fast wichtiger als der Betrag.

Realistisches Szenario, Rentenfaktor und Kosten pauschal angenommen, Gehalt wächst wie der Durchschnitt. Beispiele zur Veranschaulichung, keine Prognose und keine Beratung. Andere Wege (ETF, Rentenpunkte, Immobilie) rechnen wir getrennt, sie werden hier nicht dazuaddiert.

Für deine Situation durchrechnen

Wie viel eine private Rente bei dir bringt, hängt von deinem Alter, deinem Beitrag und den Kosten ab. In der App kannst du deine eigenen Zahlen eintragen und es in Ruhe durchspielen, ganz lokal auf deinem Gerät, ohne Anmeldung und ohne Tracking.

Wie genau gerechnet wird, steht offen auf der Methodik-Seite.

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