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ETF-Sparplan für die Rente: wie viel bringt er?

Der ETF-Sparplan ist der flexible Weg, die Rentenlücke zu schließen. Hier erkläre ich dir, wie er funktioniert, wo seine Stärken und seine Risiken liegen, und wie viel er bei Lena und Thomas tatsächlich bringt. Ohne Fachchinesisch.

Wie er funktioniert

Ein ETF ist ein breiter Aktienfonds, der einfach einen ganzen Markt abbildet, zum Beispiel tausende Firmen weltweit. Beim Sparplan legst du jeden Monat einen festen Betrag hinein. Über die Jahre wächst daraus Kapital, und der Zinseszins arbeitet für dich.

Im Ruhestand entnimmst du dann monatlich aus diesem Kapital. Wichtig ist der Unterschied zur privaten Rente: Beim ETF gehört dir das Kapital, du kommst jederzeit dran und was übrig bleibt, kannst du vererben. Dafür musst du die Entnahme selbst steuern, und das Kapital kann sich irgendwann erschöpfen.

Stärken und Risiken

Ganz offen beide Seiten:

  • Flexibel: du kannst die Rate ändern, pausieren oder im Notfall ans Geld. Nichts ist fest gebunden.
  • Niedrige Kosten: gute ETFs kosten oft nur einen Bruchteil dessen, was klassische Produkte an Gebühren nehmen. Das macht über Jahrzehnte einen großen Unterschied.
  • Marktrisiko: der Wert schwankt. Über lange Zeiträume war der breite Aktienmarkt bisher verlässlich, aber ein Crash kurz vor der Rente kann wehtun.
  • Nicht lebenslang garantiert: anders als eine Rente ist es ein Topf, den du aufbrauchst. Lebst du sehr lange, muss er entsprechend reichen.

Lena und Thomas mit einem ETF-Sparplan

Zur Erinnerung: Lena (30) hatte eine Lücke von rund 1.334 €, Thomas (50) rund 572 €. Wir nehmen dieselben Beträge wie bei der privaten Rente, damit man vergleichen kann. Alle Zahlen mit den Formeln der App gerechnet, im realistischen Szenario und in heutiger Kaufkraft.

Lena zahlt 150 € im Monat ein

37 Jahre Zeit, in denen das Geld arbeiten kann. Bis zur Rente kommt so ein Kapital von rund 143.000 € zusammen (heutiger Wert).

pro Monat, heutiger Wert Bedarf 2.232 € 898 € 535 € 799 € Gesetzliche Rente ETF-Entnahme Restlücke

Aus 150 € im Monat wird eine tragfähige Entnahme von rund 535 €. Ihre Lücke schrumpft von 1.334 € auf etwa 799 €.

Thomas zahlt 300 € im Monat ein

Nur 17 Jahre bis zur Rente. Bis dahin kommen rund 82.000 € zusammen (heutiger Wert).

pro Monat, heutiger Wert Bedarf 1.646 € 1.074 € 325 € 247 € Gesetzliche Rente ETF-Entnahme Restlücke

Aus 300 € im Monat wird eine tragfähige Entnahme von rund 325 €. Seine Lücke schrumpft von 572 € auf etwa 247 €.

ETF oder private Rente?

Dir ist vielleicht aufgefallen: Der ETF bringt pro Monat mehr als die private Rente (bei Lena 535 statt 410 €). Das liegt aber nicht daran, dass er einfach besser ist. Beim ETF brauchst du das Kapital über den Zeitraum auf. In unseren Beispielen rechnen wir mit einer Lebenserwartung von 87 Jahren (die du in der App selbst einstellst), also ist die Entnahme so gerechnet, dass das Kapital bis 87 reicht, danach ist es leer. Die private Rente zahlt weniger, dafür lebenslang, egal wie alt du wirst. Das eine ist mehr Geld auf Zeit, das andere Sicherheit ohne Ende. Was besser zu dir passt, ist eine echte Entscheidung, keine reine Rechenfrage.

Realistisches Szenario, Kosten pauschal angenommen, Gehalt wächst wie der Durchschnitt, Entnahme tragfähig bis zur angenommenen Lebenserwartung. Beispiele zur Veranschaulichung, keine Prognose und keine Beratung. Die Wege werden nicht dazuaddiert.

Für deine Situation durchrechnen

Wie viel ein ETF-Sparplan bei dir bringt, hängt von deinem Beitrag, deinem Zeithorizont und der angenommenen Rendite ab. In der App kannst du das mit deinen eigenen Zahlen durchspielen und sogar mit dem Kauf von Rentenpunkten vergleichen, ganz lokal, ohne Anmeldung und ohne Tracking.

Wie genau gerechnet wird, steht offen auf der Methodik-Seite.

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